Kathrin Glock und Alexander Schiel

5 Jahre Sozialmarkt Wien: Familie Gaston und Kathrin Glock spenden 100.000 Euro.

Spende von 100.000 Euro sichert Weiterbetrieb der drei Wiener Sozialmärkte von Alexander Schiel. Unternehmerpaar Gaston und Kathrin Glock übernimmt Patenschaft.

 Im Rahmen des International Show Jumping im Glock Horse Performance Center übergaben Gaston und Kathrin Glock Samstagnachmittag eine Spende von 100.000 Euro an Alexander Schiel, den Gründer und Betreiber des Sozialmarkt Wien mit seinen drei Märkten. Bereits im Vorjahr unterstützte Familie Glock das karitative Projekt, das unter anderem den größten Sozialmarkt Österreichs mit einem Einzugsgebiet von 550.000 Menschen betreibt, mit einer Spende von 100.000 Euro. „Die Arbeitslosigkeit steigt in Österreich stark an und auch für Menschen mit Beruf ist der Alltag aufgrund der massiven Preissteigerungen insbesondere in Wien kaum mehr leistbar. Privatwirtschaftlich organisierte Initiativen wie der Sozialmarkt Wien helfen rasch, unbürokratisch und am richtigen Ort“, führte Kathrin Glock anlässlich der Spendenübergabe aus. Gleichzeitig mit der Scheckübergabe übernahmen sie auch die Patenschaft für den Sozialmarkt Wien. „Als Paten möchten mein Mann und ich dem engagierten Projekt zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen und die Probleme der Menschen in den Vordergrund stellen“, so Kathrin Glock weiter.

„Die erneute und großzügige Unterstützung der Familie Glock ist ein wesentlicher Beitrag, um das Angebot trotz laufend steigender Kosten auch weiter zu erhalten“, dankte Schiel. „Großzügige und couragierte Menschen wie Gaston und Kathrin Glock als Paten zu gewinnen, ist nicht nur das schönste Geburtstagsgeschenk, sondern macht auch Mut für die Zukunft“, so Schiel weiter.

Fünf Jahre Sozialmarkt Wien

Im Mai 2008 eröffnete Alexander Schiel inspiriert von Vorbildern aus Kärnten den ersten Sozialmarkt in Wien, wo rund 200.000 Menschen mit einem monatlichen Einkommen von unter 900 Euro leben müssen. Heute verzeichnet der Sozialmarkt Wien mit seinen drei Märkten rund 33.000 registrierte und zum Einkauf berechtigte Mitglieder. Das ursprüngliche Angebot von 15 Produkten wurde seit der Gründung auf ein Sortiment von rund 120 Artikeln ausgebaut, wobei ausschließlich Markenartikel namhafter Hersteller zum Verkauf gelangen. Die Waren werden an die Konsumenten um rund ein Drittel des üblichen Diskontpreises abgegeben und umfassen neben Nahrungsmitteln auch Kosmetik- und Genussartikel. Der Ausbau auf insgesamt drei Märkte wurde durch die Aktion „Bekannte Menschen gegen bekannte Probleme“ von TV-Moderator Dominic Heinzl ermöglicht, der in den letzten Jahren durch Aufsehen erregende Aktionen wie dem Promi-Flohmarkt insgesamt 324.540 Euro für den Sozialmarkt Wien lukrierte.

Über den Sozialmarkt Wien

Der 2008 von Alexander Schiel gegründete gemeinnützige Verein Sozialmarkt Wien betreibt drei Geschäfte in der Bundeshauptstadt. Ohne jegliche Förderungen aus öffentlicher Hand leistet der Sozialmarkt Wien damit einen wesentlichen Beitrag, um den Menschen Zugang zu Konsumgütern des täglichen Bedarfs zu schaffen, die für sie nicht leistbar sind. Die drei Geschäfte verzeichnen derzeit über 33.000 registrierte Kunden mit steigender Tendenz. In Wien leben rund 200.000 Menschen mit einem monatlichen Einkommen von unter 900 Euro, die auf Einrichtungen wie Sozialmärkte angewiesen sind, um ihre täglichen Grundbedürfnisse abdecken zu können und damit ein Leben in Würde führen.


 

SchielRahimiHeinzl

 

Österreichs größter Sozialmarkt eröffnet

Am 23. April 2012 eröffnet auf 600 Quadratmetern der dritte Sozialmarkt Wien von Alexander Schiel. Einzugsbereich von rund 550.000 Menschen wird mit Warenangebot des täglichen Bedarfs für sozial Bedürftige versorgt. Initiative von Dominic Heinzl brachte Spendensumme von 93.509,72 Euro auf.

„Die Notwendigkeit, einen dritten Sozialmarkt in Wien zu eröffnen ist ein Negativbeispiel von Angebot und Nachfrage. Die Eröffnung des neuen Marktes in Wien Donaustadt ist kein Grund zur Freude, sondern eine Notwendigkeit, um der sozialen Bitterkeit entgegenzuwirken“, erklärt Sozialmarkt Wien-Begründer Alexander Schiel am 12. April 2012 bei einem Mediengespräch anlässlich der bevorstehenden Eröffnung von Österreichs größtem Sozialmarkt. Glücklich bin ich erst, wenn ich alle Sozialmärkte schließen kann, weil sie nicht mehr gebraucht werden. Das ist in Anbetracht der Teuerungswelle allerdings eine traurige Utopie“, so Schiel weiter. Der dritte Sozialmarkt Wien wird am Montag, dem 23. April 2012, auf rund 600 Quadratmetern seinen Pforten öffnen. Das Einzugsgebiet des Marktes im Osten der Bundeshauptstadt gibt Schiel mit rund 550.000 Menschen an. Derzeit geht er von rund 200.000 Menschen in Wien aus, die in sozialer Armut leben und mit einem monatlichen Nettoeinkommen von unter 900 Euro auskommen müssen, womit sie zum stark ermäßigten Einkauf im Sozialmarkt Wien berechtigt sind. In seinen Märkten in Favoriten und Hernals verzeichnet Schiel bereits jetzt 27.000 Kunden, die sich durch entsprechende Unterlagen zum Einkauf legitimiert haben und regelmäßig auf das Angebot der Märkte zurückgreifen, in denen die Ware um rund ein Drittel der üblichen Diskonterpreise angeboten wird.

Bekannte Menschen machen dritten Sozialmarkt Wien möglich

Die Möglichkeit, einen dritten Markt zu eröffnen verdankt Schiel der von ORF Chili-Moderator Dominic Heinzl gegründeten Initiative „Bekannte Menschen gegen bekannte Probleme“, die am 19. November 2010 ins Leben gerufen wurde, um das engagierte Sozialprojekt zu unterstützen. Der Sozialmarkt Wien muss ohne Unterstützung durch die öffentliche Hand auskommen und ist ausschließlich auf private Spenden angewiesen. „Als Medienformat mit Unterhaltungsanspruch ist es unsere Verantwortung, die Menschen abseits von Glanz und Glamour auch auf die realen Probleme der Gesellschaft aufmerksam zu machen“, erklärt Heinzl sein Engagement. „Wir wollten von Anfang an bekannte Menschen in die Pflicht nehmen und mit ihnen gemeinsam nicht nur auf ein bekanntes Problem – nämlich die Armut in unserer Wohlstandsgesellschaft – hinweisen, sondern auch faktisch etwas dagegen unternehmen“, so Heinzl weiter.

Mit seiner Initiative startete Heinzl Aufsehen erregende Projekte wie den ersten Promi-Flohmarkt, der im September 2011 in den Wiener Ringstraßen Galerien über die Bühne ging und für den unzählige Prominente persönliches Hab und Gut zur Verfügung stellten. Es folgte ein Charityabend in den Räumlichkeiten von Unternehmer Ali Rahimi und eine gemeinsame Aktion mit Bäcker Kurt Mann. Seine Bäckerei verkaufte in seinen 75 Filialen im Herbst 2011 um 22.128,36 Euro eigens kreierte Chili-Stangerln zur Unterstützung des Sozialmarkt Wien. In Summe spielte Heinzl Initiative „Bekannte Menschen gegen bekannte Probleme“ im vergangenen Jahr 93.509,72 Euro an Spendengeldern ein, mit denen die Realisierung eines dritten Marktes erst möglich wurde. Parallel zur Eröffnung des neuen Sozialmarkts in Wien Donaustadt startet Heinzl bereits mit der Sammelaktion für den nächsten Promi-Flohmarkt, der im September 2012 in der Galleria im dritten Wiener Gemeindebezirks stattfinden wird. „Mit einer einmaligen Aktion ist es leider nicht getan, da der fortlaufende Betrieb der drei Wiener Sozialmärkte laufende Mittel erfordert“, so Heinzl abschließend.

BUWOG Gruppe unterstützte bei Standortsuche

Als letzte Hürde am Weg zur Eröffnung des neuen Sozialmarkts musste Schiel die Standortsuche nehmen, die sich aufgrund des engen finanziellen Spielraums des gemeinnützigen Vereins ebenfalls schwierig gestaltete. Dank aktiver Unterstützung durch die BUWOG Gruppe konnte schließlich in den ehemaligen Räumlichkeiten eines Meinl-Marktes in der Ullreichgasse 13 im 22. Wiener Gemeindebezirk eine geeignete Immobilie gefunden wurden, welche die spezifischen Bedürfnisse an einen frequenzstarken Markt erfüllt. „Die BUWOG-Gruppe ist als Wohnbauunternehmen traditionell stark im Bereich des geförderten und damit sozialen Wohnbaus verankert. Wir sind mit mehr als 30.000 Mietern auch immer wieder mit sozialen Problemen konfrontiert. Wir nehmen diese sehr ernst und reagieren mit individuellen Hilfestellungen, wo wir können. Generell sind soziale Verantwortung und soziale Nachhaltigkeit wichtige Teile unseres unternehmerischen Selbstverständnisses und wir unterstützen im Rahmen unseres Corporate-Social-Responsibility-Programmms regelmäßig soziale und kulturelle Einrichtungen. Wir waren auch der Idee eines Sozialmarkts gegenüber von Anfang an sehr aufgeschlossen. Das Konzept hat uns von der Notwendigkeit eines Sozialmarkts in diesem Stadtteil überzeugt, der einen Beitrag zur Steigerung der Infrastruktur leistet. Als Unternehmen mit kommerzieller Orientierung haben wir gerne die gesellschaftliche Verantwortung übernommen und auf finanzieller Ebene die Rahmenbedingungen zur Errichtung von Österreichs größtem Sozialmarkt geschaffen“, erklärt BUWOG-Geschäftsführer Gerhard Schuster.

Sozialmarkt Wien leistet Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit

„Mit seinem niederschwelligen und leistbaren Zugang zur Konsumwelt und zu Gütern des täglichen Bedarfs leistet der Sozialmarkt Wien einen wesentlichen Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit“, stellt Unternehmer und Förderer Ali Rahimi fest. Soziale Ausgrenzung beginnt bereits beim Zugang zur Konsumwelt, wodurch soziale Spannungen gefördert werden. „Mit seinem Angebot hilft der Sozialmarkt Wien direkt und im Alltag“, zeigt sich Rahimi vom Projekt überzeugt.

Kaffeehaus zum Austausch und keine abgelaufenen Waren im Einkaufskorb

Auch im dritten Sozialmarkt Wien bleibt Schiel seiner konsequenten Linie treu, keine abgelaufenen Waren anzubieten. Der hohe Absatz seiner drei Märkte erfordere seit mehreren Jahren schon den regulären Einkauf der Waren bei den Produzenten, wobei diese bei der Preisgestaltung entgegenkommend seien, wie Schiel ausführt. Unterstützende Unternehmen wie Beiersdorf, Coca-Cola, Der Mann, Felix, Jomo, Johnson&Johnson, Kelly’s, Kotanyi, L’Oréal, Manner, Maresi, Mautner-Markhof, Nestlé, NÖM, Teekanne, Unilever, Verival oder Wiesbauer tragen maßgeblich dazu bei, dass der Sozialmarkt Wien seinen Konsumenten ein vielfältiges Angebot machen kann, das auf die täglichen Bedürfnisse sozial schwacher Menschen zugeschnitten ist. „Es macht niemanden Spaß, bei uns einkaufen zu müssen und sich damit als arm zu deklarieren. Qualitativ minderwertige oder abgelaufene Waren wären eine Verhöhnung der sozial Benachteiligten“, sagt Schiel.

Mit einem eigenen kleinen Kaffeehaus, das von café+co International Holding-CEO Gerald Steger gespendet wurde, möchte Schiel seine Kunden auch zum längeren Verweilen im Markt einladen. Insbesondere älteren Menschen möchte er die Möglichkeit geben, aus ihrer Einsamkeit herauszutreten und mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. „Für viele ist ein Stück Brot oder eine Tafel Schokolade schon Luxus. Einen Kaffee können sich die meisten schon gar nicht mehr leisten“, erzählt Schiel aus seinem Alltag. Mit dem Kaffeehaus rundet er sein Konzept ab und bietet erneut Qualität zu sehr niedrigen Preisen. „Die Menschen sollen sich wohlfühlen, wenn sie den Sozialmarkt betreten und nicht diskriminiert“, so Schiel weiter. „Kaffee ist ein Getränk, das über alle Unterschiede verbindet und bei dem die Menschen miteinander ins Gespräch kommen“, unterstreicht Steger abschließend.